Globaler Klimastreik auch in Köln

Zehntausende Demonstrant*innen haben sich am 20.09.2019 in Köln an dem weltweiten Klima-Streiktag beteiligt und sind drei Stunden lang vom Bahnhof West über den Neumarkt zum Rudolfplatz gezogen. Das war der Beginn einer weltweiten Aktionswoche (vor Ort mit einem „Dauerstreik“-Camp am Alter Markt) und die am 27.09. mit einem weiteren globalen Aktionstag namens „Earth Strike“ endet.

Die Veranstalter*innen von „Fridays for Future“, die seit fast einem Jahr wöchentliche Schulstreiks organisiert haben, waren von dem massenweisen Andrang allerdings überrascht, hatten sie doch nur einen Bruchteil der Teilnehmer*innen erwartet. Zeitweise haben zahlreiche Aktivist*innen auch den Straßenverkehr an der Kreuzung Venloer Str./Innere Kanalstr. mit einer Sitzblockade zum Stehen gebracht.

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Ähnliche Massenproteste gab es gleichzeitig auch in Asien, Afrika, Amerika und in zahlreichen europäischen Städten. Allein in Deutschland haben etwa 1,4 Millionen Menschen in über 500 Städten an diesem Freitagvormittag versammelt, um gegen die industrielle Zerstörung der Umwelt und des Weltklimas zu protestieren (#allefürsklima).

Im Kontrast zu dem von der Großen Koalition in Berlin beschlossenen, halbherzigen Klimakompromiss, forderten 70.000 Demonstrant*innen – Schüler*innen und Ewachsene mit Kleinkindern, sowie Senior*innen – einen sofortigen Ausstieg aus der Kohleverbrennung, sowie eine Umstellung der Energieproduktion auf erneuerbare Ressourcen.

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In Redebeiträgen auf der Abschlusskundgebung am Hohenzollernring wurden nicht nur die dramatischen Folgen der Erderwärmung für Menschen im globalen Süden, vor allem für Frauen*, thematisiert, sondern auch die Verstrickung des militärisch-industriellen Komplexes in die Klimazerstörung.

Schließlich bekam ein*e Sprecher*in des antikapitalistischen Blocks viel Applaus für die Forderung nach Vergesellschaftung der privaten Energiekonzerne und eine demokratische Kontrolle der Stromwirtschaft, sowie für einen grundlegenden Wandel des katastrophalen, kapitalistischen Wirtschaftssystems durch Übernahme der Betriebe durch die Belegschaften.

Auch Anarchist*innen und Anarchosyndikalist*innen haben sich den ganzen Tag über an der Kölner Streikdemo beteiligt und bekämpfen gemeinsam mit vielen Klimaaktivist*innen (wie ausgeCO2hlt, AufBäumen, Ende Gelände oder im Hambacher Forst) den fossilen Kapitalismus als Ursache der Klimakatastrophe.

Dabei geht es nicht nur darum, mit ökologischer Energie die kommunale Selbstversorgung dezentral für alle zu sichern. Sondern eine globale, soziale Klimagerechtigkeit heißt auch: Solidarität mit allen Flüchtlingen. Denn der Kampf für Gesundheit und Naturschutz ist auch ein Widerstand gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg!

Gegen den Strom aus Kohle und Atom:
Keine Arbeit auf Kosten des Lebens!

Anarchosyndikalistisches Netzwerk – ASN Köln

Mehr Infos zum Thema:

„Öko-Syndikalismus statt Green New Deal“ (WSA)

„Globale Erwärmung: Kapitalismus abschaffen!“ (BASF)

„Klimawandel bedroht Bangladesch“ (BASF)

„Weltbank, grüner ‚Freihandel‘ und neoliberale Privatisierung“ (SF-IAA)

 

CC:BY-NC

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