Aufruf zum Klima-Aktionstag 29.11.

Erneut ruft die weltweite Bewegung für Klimagerechtigkeit zu einem Streiktag am 29.11.2019 auf, um gegen die fortschreitende Zerstörung der Erdatmosphäre durch fossilen Kapitalismus und neoliberale Politik zu protestieren.

Unter dem Motto „#NeustartKlima – laut wütend und unbequem“ rufen die Schüler*innen von Fridays For Future (FFF) alle Generationen zum gemeinsamen Kampf gegen Umweltzerstörung und Artensterben:

„Klimakrise, das heißt: das größte Artensterben in der Geschichte der Menschheit, immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse, die Zerstörung der Lebensgrundlagen weltweit. Klimakrise, das heißt auch: steigende Meeresspiegel, neue Epidemien, zunehmende Waldbrände. Und das heißt: Nahrungsmittelengpässe, Fluchtbewegungen, Dürren und Überflutungen, in einem Ausmaß, das bislang unvorstellbar scheint. […]

Was wir jetzt brauchen, ist ein #NeustartKlima: Es muss endlich Schluss sein mit Pillepalle und business as usual. Wir fordern Klimagerechtigkeit – und zwar jetzt! Doch dafür braucht es ein komplettes Umsteuern und Maßnahmen, die uns wirklich auf den Weg der Klimaneutralität bis 2035 bringen. Einen Ausstieg aus der Kohle, der nicht noch 19 Jahre auf sich warten lässt, eine Neuauflage der Energiewende so schnell wie nötig und das Ende von Subventionen für Kohle, Öl und Gas.“

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Da die Bevölkerung weitaus fortschrittlicher im Bezug auf die Energiewende denkt als die deutsche Bundesregierung, aber brave Apelle an die politische Elite keine Wirkung zeigen, hat zu einem Umdenken bei den klimabewegten Jugendlichen geführt. Deshalb rufen sie nicht nur zum eintägigen Boykott des Unterrichts auf, sondern kündigen auch direkte Aktionen in Klassenzimmern, Parteibüros, Einkaufszentren und Fußgänger*zonen an. Auch auf Plätzen und Straßen, bei Infrastrukturprojekten und vor Kraftwerken sollen Protestaktionen stattfinden.

Dabei ist es dringend nötig, dass sich mehr gewerkschaftlich Organisierte diesem Kampf gegen den Wachstumszwang des fossilen Kapitalismus anschließen und nicht nur die Energiewirtschaft in die Verantwortung nehmen. Als Arbeiter*innen stehen wir Seite an Seite mit den kommenden Generationen, ebenso mit den vom Klimawandel betroffenen Menschen im globalen Süden, wie z.B. in Bangladesch.

Bereits am Aktionstag 20.09. waren weltweit etwa 2 Millionen Leute auf die Straßen gegangen, um auf die Dringlichkeit einer energiepolitischen Wende und eine Transformation der Wirtschaft aufmerksam zu machen. Doch ein „grüner Kapitalismus“ wird die Zerstörung des Weltklimas und der Biospäre nicht aufhalten, weshalb ein selbstverwalteter Öko-Syndikalismus eine grundsätzlich neue, soziale Alternative darstellen würde.

Daher unterstützen auch wir den Klima-Aktionstag am 29.11. und rufen zur Teilnahme an dezentralen Protesten und an der Kundgebung ab 11 Uhr am Hohenzollernring auf (Infos bei FFF Köln).

Anarchosyndikalistisches Netzwerk – ASN Köln